Winterurlaub mit Hund

Mit dem Vierbeiner in den Winterurlaub: Spaß und Erholung für Mensch und Tier

Ein Winterurlaub mit Hund im Schnee: verschneite Berge, märchenhafte Puderzucker-Landschaften und gemütliche Abende in einer behaglichen Unterkunft in Deutschland, Österreich, Italien oder der Schweiz. Was könnte schöner sein?

Natürlich sollte Dein treuer Vierbeiner dabei auf keinen Fall fehlen. Gerade im Urlaub, wenn Du abseits von Hektik und Alltagsstress endlich die freie Zeit genießen kannst, haben Mensch und Tier die Gelegenheit zu tollen gemeinsamen Unternehmungen. Damit Du mit Deiner Fellnase aber auch wirklich einen unvergesslichen Skiurlaub erleben kannst, gibt es einige Dinge zu beachten.

Hunde ausdrücklich erlaubt!

In immer mehr Unterkünften ist auch der Hund ein gern gesehener Gast.

Und das ist auch gut so, denn gerade in einer fremden Umgebung ist es für das Tier wichtig, dass es sich angenommen und wohlfühlt. Dein Hund spürt sehr genau, ob er in einer Unterkunft wirklich willkommen ist oder nicht. Zum Glück sind unter den Betreibern von Ferienunterkünften jede Menge echte Hundeliebhaber. Sie „dulden“ Deinen vierbeinigen Gefährten nicht nur, sondern tun alles, damit er sich im umgewohnten Domizil heimisch fühlt. Und das Beste: Die Zahl der haustierfreundlichen Unterkünfte in Österreich, der Schweiz und Italien wächst und wächst, so dass Du für Dich, Deine Lieben und Deine Fellnase ohne Probleme ein geeignetes Zuhause auf Zeit auswählen kannst. Ob im Zillertal, in der Oberntauern-Region oder im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis, die Auswahl ist groß und die Unterkünfte sind bestens auf ihre tierischen Gäste eingestellt!

Auch eine Fellnase muss sich ausweisen können

Für den Winterurlaub mit Hund außerhalb Deutschlands sind auch für Deinen Vierbeiner einige Dokumente und Formalitäten erforderlich.

So benötigt Dein Hund unter anderem eine Tierkennzeichnung, um ihn eindeutig zu identifizieren beziehungsweise seinem Besitzer zuzuordnen. Die meisten Hunde besitzen aber ohnehin bereits den elektronischen Transponder-Chip, der bei den Tieren unter die Haut implantiert wird. Denk auch unbedingt an den EU-Heimtierausweis, in dem alle Impfungen vermerkt sind. Oft müssen im Hinblick auf Impfungen übrigens bestimmte Schutzfristen eingehalten werden, das heißt, Reisen ins Ausland sind dann erst ab der dritten Woche beziehungsweise dem 21. Tag nach der erfolgten Impfung möglich. Mit einer vorausschauenden Reiseplanung dürfte dies aber kein Problem sein. Für die Einreise nach Österreich sind außerdem eine Leine und ein Maulkorb obligatorisch.

Mit dem Hund auf Reisen: das Urlaubsgepäck für Bello, Luna und Co.

Nicht nur der Mensch nimmt allerhand Gepäck mit in den Urlaub, auch für Deinen tierischen Freund solltest Du ein Köfferchen (oder zumindest eine kleine Tasche) packen. Mag oder verträgt Dein Hund nur eine bestimmte Sorte Hundefutter, ist es sinnvoll, einen Vorrat für die Zeit des Aufenthaltes mitzuführen. Auch wenn die Supermärkte in den Wintersportgebieten sehr gut ausgestattet sind, kannst Du vorab nicht mit Sicherheit wissen, ob Du vor Ort das gewünschte Futter kaufen kannst. Damit sich Dein Vierbeiner in der Urlaubsunterkunft sofort wie zu Hause fühlt, solltest Du nach Möglichkeit seine eigene Decke mitnehmen. Falls Du mit dem Auto verreist und ausreichend Platz im Kofferraum vorhanden ist, kannst Du natürlich auch sein Körbchen mitnehmen.

In einer hundefreundlichen Unterkunft ist dies in der Regel immer erlaubt. Manche Betreiber von Feriendomizilen halten für ihre tierischen Gäste sogar Körbchen zum Ausleihen bereit.

Denk auch an eine kleine tierische Reiseapotheke. Hinein gehört, wie beim Menschen auch, ein Mittel gegen Durchfall, sinnvoll ist aber auch eine gute Pflegecreme (beispielsweise Vaseline, Melkfett oder ein spezielles Pfotenschutzspray) für die Pfötchen. Schnee, Eis und Salz setzen den Pfötchen schließlich auch bei uns zu, die Creme schützt die Haut, bewahrt sie vor schmerzhaften Rissen und hält sie geschmeidig. Diese Vorsichtsmaßnahme hilft aber auch dabei, die lästigen Schneeklümpchen abzuhalten, die sich schnell bilden, wenn der Hund zwischen den Pfötchen etwas längere Haare hat.

Hat Dein Vierbeiner ohnehin schon empfindliche Pfoten, besorge ihm vor dem Urlaub einen Pfotenschutz aus Neopren.

Hundekleidung ist im Winterurlaub in den Bergen ebenfalls zu empfehlen. Gerade bei kurzhaarigen Rassen und bei Hunden ohne Unterwolle ist eine zweckmäßige Bekleidung, die einen optimalen Schutz vor Nässe und Kälte bietet, anzuraten. Spezielle Hunde-Wintermäntel aus Polyester oder Nylon, die mit einem weichen Fleecefutter ausgestattet wurden, sind wasserdicht und halten auch bei einem längeren Aufenthalt im Freien schön warm.

Aktivitäten im Schnee: So wird der Urlaub mit Hund zu einem unvergesslichen Erlebnis

In der Schweiz und in Österreich sind eigens für Hundebesitzer angelegte Loipen inzwischen gar keine Seltenheit mehr. Hier darf Dein Hund also nach Herzenslust neben der Spur herlaufen. Damit die Loipen auch schön sauber bleiben, stehen in der Regel immer wieder Spenderboxen mit Hundekotbeuteln bereit, so dass Du mögliche Hinterlassenschaften sofort entfernen kannst. Sehr schöne hundefreundliche Langlaufloipen findest Du unter anderem am Achensee, in Leutasch, in der Region Seefeld, im Pinzgauer Saalachtal, im Berner Oberland, in der Ferienregion Graubünden sowie in der Umgebung von Davos.

Wenn Dein Hund keine Angst vor einer Gondel hat, darf er in einigen Wintersportorten auch mit in die Seilbahn. Allerdings solltest Du unbedingt eine Leine und einen Maulkorb mitführen. Das Mitführen von Vierbeinern in einer Gondel ist unter anderem in Oberstdorf (Nebelhorn) und im Salzkammergut (Krippenstein) möglich. Auch auf die Zugspitze kannst Du Deine Fellnase mitnehmen.

Ein toller Spaß für Mensch und Hund ist eine ausgedehnte Winterwanderung durch den Schnee (für Zweibeiner natürlich auch gerne mit Schneeschuhen), die bei guten Wetterbedingungen grundsätzlich in jedem Wintersportort in Österreich, Italien und der Schweiz möglich ist. Bedenke aber, dass gerade kleinere Rassen nicht stundenlang durch Tiefschnee laufen können: Hör Dich darum gegebenenfalls nach geräumten Winterwanderwegen um, die Du aber auch ohnehin in quasi jeder Region findest. Auf einigen Winterwanderwegen besteht Leinenpflicht, es gibt aber auch Wege, auf denen Du Deine Fellnase nach Herzenslust frei toben lassen kannst. Schneewanderungen, ganz egal, ob mit Schneeschuhen oder ohne, sind für Deinen Vierbeiner immer ein besonders abwechslungsreiches und spaßiges Erlebnis, denn er kann dabei jede Menge spannende Fuß- und Duftspuren im Schnee verfolgen.

Rodeln ist mit Hund natürlich ebenfalls möglich, allerdings solltest Du Deinen tierischen Freund niemals am Schlitten befestigen. Die Verletzungsgefahr wäre viel zu hoch. Dein Vierbeiner hat aber sowieso viel mehr Spaß, wenn er neben dem Rodel herrennen und sich nach Lust und Laune frei bewegen darf.

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