Traumberuf: Pfotenpoetin

Heute haben wir das Vergnügen, Nadine Brandt, die „Pfotenpoetin“ für unseren Blog zu interviewen. Sie erzählt uns von ihrem Traumberuf Pfotenpoetin

Beruf rund um den Hund – HEUTE: Die Pfotenpoetin

Wer träumt nicht davon, sein Hobby oder seine Leidenschaft zum Beruf zu machen? In dieser Reihe stellen wir in unregelmäßigen Abständen spannende Gesprächspartner vor, die sich wie Simone Braun und ich mit ihrer Liebe zum Hund beruflich verwirklicht haben. Das letzte Mal haben wir ja über den Beruf des Dog-Walkers berichtet. Heute dreht es sich bei „Berufe rund um den Hund“ um ein kreatives Talent, welches Hundesprüche kreiert und diese auf wunderschön gestaltete Schilder und Karten bringt. Es handelt sich um Nadine Brandt, die Pfotenpoetin.

Bei Hundetage und Hundstage schrieb Sabrina:

Nadine kreiert als Pfotenpoetin ganz tolle Holzschilder für Hundeverrückte – da ist wirklich für jeden etwas dabei: Personalisierbare Schilder, Schilder für Onkelherrchen und Großfrauchen, Schilder für Problemlösehunde, aber auch Lesezeichen und Postkarten; die Liste ist schier unendlich. Mit 14 verschiedenen Farben für ihre Schilder sowie unterschiedlichen Aufhängungsvarianten und mehreren Größen bietet Nadine das perfekte Schild für jeden.“

Das Interview

vawidoo: Hallo Nadine, ich gebe zu: ich bin seit langem Fan deiner Pfoten-Poesie. Wie bist du dazu gekommen?

Nadine: Ganz einfach gesagt, meine Hundemacke hat mich dazu getrieben. Während meines Studiums im Fachbereich Kommunikationsdesign wurde mir recht schnell klar, dass ich nicht irgendwann in einer Agentur sitzen werde, um Werbung für Zigaretten oder Hamburger zu machen. Natürlich wollte ich mit meinem Studium etwas anfangen, aber nicht das, was man eigentlich damit macht. Also habe ich mich umgesehen. Eine Zeit lang habe ich nichts gefunden. Doch nach langem Suchen wurde ich fündig und wusste, wie ich Design und Hundemacke zusammenbringen konnte. 

vawidoo: Wie erklärst du deiner Familie deinen Beruf mit einem Satz?

Nadine: Das ist zum Glück ganz einfach: „Ich mache das, was mich glücklich macht.“ Ich vereine zwei Sachen, die ich schon ewig liebe, das Schreiben und meine Hunde – meine Eltern wissen das, und was noch viel wichtiger ist, sie verstehen das auch. 

vawidoo: Was war die originellste Bestellung bisher?

Nadine: Ich wurde von einer Kundin nach einem Schild mit Wunschtext gefragt, das für eine befreundete Tierschützerin sein sollte. Sie wollte sich damit bedanken, dass ihre Freundin so viel für die Hunde tut. Was ich da noch nicht wusste war, dass das Schild auf Ungarisch sein sollte. Und auch, wenn ich ungefähr wusste, was der Text bedeutet und es mir im Internet grob übersetzt hatte, wusste ich ja nicht genau, welches Wort was bedeutet. Ich habe den Text also ganz nach Gefühl gestaltet und war mir total unsicher, ob mein Design überhaupt passt. Die Kundin meinte am Ende, es würde super passen. Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, da so ein Schild in einer für mich völlig fremden Sprache ja grafisch ganz anders gewirkt hat, als wenn ich weiß, was ich da gestalte. 

vawidoo: kannst du schon alleine von deinem kreativen Talent leben oder bist du noch in einem Brotjob aktiv?

Nadine: Als ich 2016 gestartet habe, habe ich noch in Teilzeit gearbeitet. Doch es dauerte nicht lange, bis ich erkannte, dass mir die Pfotenpoesie so nebenbei nicht ausreicht. Also bin ich einfach ins kalte Wasser gesprungen und habe mich selbstständig gemacht. Zwischenzeitlich arbeite ich nebenbei. Aber gerade, wenn es auf Weihnachten zu geht, ist das zeitlich nicht machbar. Also ist „Die Pfotenpoetin“ mein Brotjob, und wenn es zeitlich passt, mache ich auch mal einen kleinen Job nebenbei. 

vawidoo: Was ist dein Lieblingsspruch bisher und warum?

Nadine: Das ist so schwer zu beantworten. Ich mag sie alle so sehr, denn sie alle wurden von meinen wunderbaren Musen inspiriert. Ganz oben auf der Liste steht aber eindeutig: „Ich bewahrte meinen Hund vor einem Leben auf der Straße. Im Gegenzug bewahrt er mich vor einem Leben ohne Hund.“ Für mich trifft es das genau, denn ich bin so froh, dass Sparta und Emily mich jeden Tag vor einem Leben ohne Hund bewahren. Deswegen freue ich mich auch immer ganz besonders, wenn dieses Schild in unserem Shop bestellt wird, da ich als Dankeschön für meine wunderbaren Musen einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf dieses Schildes an die Tierschutzeinrichtung spende, von der ich die zwei habe. 

vawidoo: Wenn irgendwann alles für Hundeschilder gesagt ist – machst du dann mit Katzen weiter? Oder in welche Richtung kannst du dir eine Weiterentwicklung vorstellen, nachdem du den Schildermarkt revolutioniert hast?

Nadine: Also zu erst ein Mal danke dafür, dass ihr mir eine Revolution zutraut. Ich glaube, dass in Bezug auf Hunde nie alles gesagt sein wird. Ich bin nun schon bald zwei Jahre Die Pfotenpoetin, habe vorher ein Buch über meine kleinen Monster geschrieben und hatte einen Blog, und es ist noch immer nicht alles gesagt. Allerdings bin ich auch offen für Neues. Ein paar Katzentexte habe ich bereits, aktuell sind einige neue Produkte in Arbeit. Da gibt es noch vieles, was ich mir mit meinen Texten vorstellen kann.
Ich würde auch gerne mehr für Pferdebesitzer anbieten, das ist für mich allerdings nicht so einfach. Zu Katzen habe ich einen Bezug, vor den Monstern hatte ich selbst zwei Kater. Aber zum Leben mit Pferd habe ich überhaupt keinen Bezug.

Zum Abschluss noch eine Frage an dich als Hundehalterin: Wie verbringst du am liebsten den Urlaub mit deinen Hunden?

Nadine: Da ich selbstständig bin, ist nun die Frage „Was ist Urlaub?“. Früher, als es die Pfotenpoesie noch nicht in unserem Leben gab, waren wir oft am Meer. Und wenn es zeitlich mal wieder passt und es von der Organisation machbar ist, wollen wir unbedingt wieder nach Kreta. Ich liebe diese Insel alleine schon dafür, dass sie mir diese zwei wunderbaren Hunde geschenkt hat. Und Strand, Sonne und Palmen sind natürlich auch super. Wir würden aber auch super gerne mal so richtig in die Berge, das hatten wir noch gar nicht. Und wenn wir bei schönem Wetter einen freien Tag oder auch nur ein paar freie Stunden haben, liegen wir auch einfach gerne zusammen im Garten und erkunden ausgiebig die schöne Natur direkt vor der Haustür. 

vawidoo: Liebe Nadine, wir danken dir herzlich für das kurzweilige Interview!

Liebe Leserinnen und Leser: vielen Dank für euer Interesse!

PS: Nadine schreibt als Prachtpoetin auch zu anderen Themen des Lebens… aber was ist schon so wichtig wie das Leben mit Hund?! 😀 😉 Wer sich über Nadines Arbeit informieren auf dem Laufenden halten will, findet sie in vielen sozialen Netzwerken, z.B. hier auf Facebook oder hier auf Instagram. Erfreut sie mit eurem Like!

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Nadine Brandt.

Disclaimer: wir haben für dieses Interview kein Geld erhalten, es wurden mir aber zur Veranschaulichung einige der Postkarten zur Verfügung gestellt.

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