7 Tipps gegen Reisekrankheit bei Hunden

„Hilfe, meinem Hund wird im Auto schlecht!“

Du bist aufgeregt. Du freust Dich auf den Ausflug oder die Reise. Dein Hund spürt das und er weiß: Gleich gehts los! Leider können sich manche Hunde so gar nicht mit Frauchen oder Herrchen freuen, denn sie ahnen, dass sie die Reise nicht genießen werden. Manche Hunde werden daher schon bei der Vorbereitung reisekrank, und sei es nur aus Angst.

Viele Hundebesitzer fragen sich dann: Warum wird meinem Hund schlecht? Was kann ich gegen Übelkeit meines Hundes während der Autofahrt tun?


Diese 7 Tipps sorgen für eine entspannte Fahrt

  1. Sorge für angenehme Bedingungen im Auto – Klimaanlage an, immer wieder frische Luft durch Öffnen der Fenster und ausreichend Platz helfen Deinem Liebling sehr.
  2. Entspannte Fahrweise – Du bist auf dem Weg in den Urlaub und nicht auf der Flucht.
  3. Mach viele Pausen. Das tut nicht nur Deinem Hund gut.
  4. Viel zu trinken geben – Besonders im Sommer benötigt Dein Hund extra Wasser, denn er kann nicht schwitzen und muss die Hitze „aushecheln“.
  5. Probiere eine Transportbox aus. Manche Hund benötigen eine „Höhle“, um Sicherheit zu bekommen.
  6. Manche Hundehalter empfehlen, die Reise mit leerem (Hunde-) Magen zu starten, es sollte vor der Fahrt zumindest nur leichte Kost gefüttert werden.
  7. Medikamente und homöopathische Substanzen – Dein Tierarzt/Tierheilpraktiker berät Dich gern zu Cocculus, Borax, Hyoscyamus, Bachblüten, Akupunktur und Co.

weitere hilfreiche Tipps


1. Was ist Reiseübelkeit (Kinetose, Nausea)?

Reiseübelkeit ist ein Symptom der Reisekrankheit. Wenn dein Hund vermehrt speichelt, keucht und viel schluckt, sich die Lippen leckt, zittert, seine Augenlider unkontrolliert flackern, dein Hund vielleicht sogar erbricht (Reiseübelkeit), sind das untrügliche Zeichen für eine Reisekrankheit. Manche Hunde geraten regelrecht in Panik, das gesamte vegetative Nervensystem ist in Aufruhr. Die größte Herausforderung dabei ist, dass manche Hunde dabei sehr ruhig werden, andere wiederum sehr nervös sind. Das ist von Hund zu Hund verschieden.

2. Wie entsteht die Reisekrankheit/Reiseübelkeit beim Hund?

Leider kann jeder Hund krank werden. In der Regel entsteht das Unwohlsein dadurch, dass das Schaukeln im Auto und die Wahrnehmung der Bewegungen, die tatsächlich stattfinden, nicht übereinstimmen. Das Hundegehirn kann dadurch ziemlich durcheinander kommen. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr meldet Bewegung, das Auge aber sieht alles ruhig und unbeweglich. Dies ist bei manchen Hunden besonders der Fall, wenn der Hund nicht aus dem Fenster schauen kann. Andere Hunde reagieren auf die Vibrationen und Schaukelbewegungen des Fahrzeugs.

3. Wie häufig sind Reisekrankheiten bei Hunden?

Man schätzt, dass etwa 15-20 % aller Hunde reisekrank werden. Viele Hundebesitzer nehmen das als gegeben hin und besprechen die Problematik erst gar nicht mit ihrem Tierarzt. Manchmal ist die Reisekrankheit als solche auch gar nicht genau zu erkennen, zumal diese der Autofahrt nicht direkt zugeordnet werden kann. Dabei lassen sich Hunde mit Reisekrankheiten heute zuverlässig und langanhaltend behandeln, ohne sie mit Medikamenten ruhig stellen zu müssen.

Weitere hilfreiche Tipps

  1. Nimm sein/ihr Lieblingsspielzeug mit – Das entspannt Deine(n) Vierbeiner zusätzlich.
  2. Ermögliche es Deinem Vierbeiner, aus dem Fenster schauen zu können. Wie bei Punkt 5. (Transportbox): Hier hilft nur probieren, denn manche Hunde können genau damit nicht umgehen.
  3. Konditionierung – je früher ein Welpe an Autofahrten gewöhnt wird, desto besser. Frühe Desensibilisierung hat zum Beispiel bei unserer Frieda sehr geholfen.
  4. Noch ein paar Gedanken zu Medikamenten:
    1. Manchen Hunden werden Antihistaminika verschrieben, die bewirken sollen, dass der Hund ruhig bleibt und schläft. Das behebt jedoch leider nicht die Krankheit, sondern doktert nur an Symptomen herum. Insbesondere machen diese Medikamente den Hund schläfrig und müde.
    2. Andere Hundebesitzer berichten, dass Akupunkturbehandlungen erfolgreich seien, manche nutzen Pheromone (Geruchsstoffe), die den Hund beruhigen sollen. Mehr über Pheromone findest Du in unserem Silvesterartikel.

Dein Tierarzt kennt noch eine Reihe weiterer Medikamente zur Prävention, lass Dich am besten beraten.

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