Ich muss zugeben…

Thaikatze Ganesha, auch Peca genannt…früher, als ich noch ein Katzenmensch war, da fiel es mir schwer nachzuvollziehen, dass diese Hundemenschen ihre Tiere immer und überall bei sich haben wollen. Ich hielt das für übertrieben, dachte, man müsse sie doch dem Stress nicht aussetzen und überhaupt. Erst als ich meinen ersten eigenen Hund hatte, wurde mir klar, dass es sich bei einer Mensch-Hunde-Beziehung um etwas ganz anderes handelt.

Man ist auf einmal Teil eines RUDELS. Versteht mich nicht falsch, Katzen sind wundervoll! Sie lieben, sind anhänglich und stolz, und sie gehören auch zur Familie. Gerade orientalische Katzen, wie ich sie hielt, sind so gerne bei ihrem Menschen, dass ihnen die Umgebung fast egal ist – so lange sie nur bei ihren geliebten Menschen sein können.

Meine erste eigene Katze Jana, ein nachtschwarzer Siam-Mix hat mit mir jahrelang eine Fernbeziehung abgependelt. Wir sind mit ihr verreist, haben sie mit zu Freunden genommen, wenn wir mal mehr als einen Tag weg wollten. Ich war sehr dankbar für ihre Offenheit, denn nicht alle Katzen reisen so gerne. Und trotzdem, es gab nicht dieses ganz spezielle Gefühl von Rudel. Später habe ich Thaikatzen gezüchtet und sie zu zweit gehalten (auf dem Bild seht ihr Anton und Peca). Aber natürlich blieben sie meist Zuhause und ich habe immer ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich viel unterwegs war… Dreh- und Angelpunkt war die eigene Wohnung, aber ich wollte gerade als Single gerne viel unterwegs sein. Die Katzensenioren Anton und Peca

Hunde gehören zu ihren Menschen, sie wollen immer bei ihnen sein. Wenn man in einer gesunden Beziehung mit seinem Tier lebt und es fragen würde: Der Hund würde niemals seinen Freiraum verlangen und Abstand wollen. Er sucht Nähe, Orientierung und Führung (ok, manchmal versucht er vielleicht, die Führung zu übernehmen). So richtig glücklich ist er nur, wenn er sein Rudel in der Nähe weiß und das Gefühl hat, dass man auf sich aufpasst.

Dafür nimmt der Vierbeiner auch gerne Strapazen auf sich, passt sich an unser hektisches Großstadtleben an, mimt den achtsamen Bürohund, duldet allerlei komisch riechende Besucher, selbst wenn es sich um diesen feisten Nachbarshund handelt (!), der einen immer so schräg anguckt. Was er aber wirklich, wirklich, wirklich so gar nicht mag, ist es, lange alleine zu bleiben. Das Verbleiben in einer schönen Tierpension oder Hundetagesstätte kann ein Spaß sein, wenn sie sorgsam ausgewählt ist und er dort tolle Kumpels und eine liebevolle Betreuung hat.

Foto: Isabella die Seelen Räuberin

Aber nichts, wirklich nichts, geht ihnen über die gemeinsam erlebte Freizeit mit ihrem Herzensmenschen. Diese Qualitätszeit ist es, welche die Bindung stärkt. Sie ist es, die uns Menschen in Erinnerung bleibt. Wir genießen die Zeit mit unserem besten Kumpel und unser Körper bestätigt uns in unserem Tun: Durch das Zusammensein mit unserem Tier schüttet unser Körper ein heilsames „Glückshormon“ aus, das Oxitocin. Hunde senken nachweislich den Stresslevel beim Menschen. Der Hund bringt uns dazu, rauszugehen, in die Sonne, ins Tageslicht, er zwingt uns zur Bewegung – auch das ist zweifellos gesundheitsfördernd. Er bringt selbst die schüchternsten Menschen miteinander ins Gespräch. Er lebt stets im „hier und jetzt“. An dieser Stelle ein Dank an meinen seelischen Taktgeber und Seelenhund Athos.

Ganz ehrlich? Ich leide, wenn ich nicht bei meinen Hunden sein kann. Sie fehlen mir! Ich fühle mich ohne sie nie ganz vollständig, und das ist – ich weiß – irgendwie absurd. Mir fehlt sogar ihr Schnarchen und Pupsen und dieses ständige Herumgewusel. Mir fehlen die Blicke, das Rankuscheln, „ein Herzschlag zu meinen Füßen„, wie Nicole del Santo so schön schrieb.

Foto: Nicole del Santo
Foto: Nicole del Santo

Als Hundemensch ist man niemals einsam, vorausgesetzt natürlich, der eigene Hund spielt mit und ist kooperativ. Aber auch daran könnte (und sollte) man mit einem Hundetrainer arbeiten.

Warum eigentlich nicht im Urlaub, mit anderen zusammen, in entspannter Atmosphäre; eine Hundehalterschulung mit dem eigenen Rudel an einem traumhaften Urlaubsort. Das finde ich toll! Wäre ich ein Single(reisende), wäre es ganz sicher auch interessant, wo ich am Urlaubsort andere (Single-)Hundemenschen kennenlernen kann. Mit vawidoo wollen wir künftig auch über solche Reiseziele informieren und sie für euch in unserem Reiseportal bereitstellen.

Wie denkt ihr darüber, wäre das was? Wollt ihr das? Was bedeutet euch euer Rudel? Gibt es bereits Lieblingsreiseziele, die wir kennen- und in unsere Vermittlung aufnehmen sollten? – Teilt eure Erfahrungen mit uns!

Herzlichst

Silke vom vawidoo Team

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2 Kommentare

  1. Mir gefällt der Urlaub an der Nordseeküste sehr gut.
    Auf Föhr sind Hunde stets willkommen und es gibt viel zu unternehmen.
    Mit Hund und Rad durch die weitläufige Marsch,
    herrliche Wattspaziergänge mit Freilauf,
    zahlreiche Hundestrände,
    Shoppingmöglichkeiten für Herr und Hund,
    Gefüllte Wassernäpfe und ein großzügiges Angebot von “ Abfallstationen mit Beuteln“
    machen den Urlaub perfekt.

    • Das klingt prima!
      Vielen Dank für die Tipps, liebe Claudia. Hast du auch ein Lieblingshotel, oder gehst du dort lieber in Pensionen?

      Herzlichst
      Silke

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