Hundesport- und Mantrailing-Zubehör

Fotografie Anna Uplegger, Hund Mensch Uni

Für den Hundesport Mantrailing braucht man eigentlich nicht viel Zubehör. Wie ich kürzlich schon berichtete, reicht es eigentlich bei den meisten Hundeschulen, wenn man motiviert ist und seinen Hund mitbringt. Die Begeisterung und Ansprüche an eine gute Ausrüstung kommen dann meist beim Tun.

Im Folgenden beschreibe ich, mit welchen Accessoires und Ausrüstungsteilen wir die besten Erfahrungen gemacht haben. Viele der Ausrüstungsteile oder Accessoires lassen sich auch für andere Hundesportarten oder die Freizeit nutzen. Vielleicht entdeckt ihr ja das eine oder andere neue Lieblingsteil?

Ich freue mich über eure Tipps und Ergänzungen in den Kommentaren. Die empfohlenen Produkte haben wir ohne Gegenleistung selbst getestet und empfehlen sie aus Begeisterung. Der Beitrag enthält Affiliatelinks.

Zum Hundeport- und Mantrailing-Zubehör

Halsband oder Geschirr?

Also, zunächst einmal: Viele Mantrailer lassen ihre Hunden gleichzeitig ein Halsband und ein Geschirr tragen. Damit man „umklicken“ kann zum Start des einzelnen Trails. Das ist eines von mehreren festen Ritualen (wie auch das besondere Startwort, welches man im Alltag sonst nie verwendet – in unserem Fall: Geronimo!), so dass der Hund lernt: Jetzt muss ich arbeiten! 

Unsere Bulldoggen tragen kein Hundehalsband, der Hals ist viel zu dick und das Halsband rutscht zu leicht über den Kopf. Wir haben uns für ein hochwertiges Hundegeschirr aus rundgenähtem Elchleder von Hunter entschieden, welches auch zum Umklicken gut geeignet ist. Es engt die Hunde nicht ein, gibt die Möglichkeit für eine gute Führung und hält dem eher mittelstarken Ziehen unserer beider Molosser gut Stand. Dadurch, dass es oben und unten einen Ring gibt und wir umklicken können, reicht das aus – ein Halsband brauchen wir nicht zusätzlich.

Nur mit Halsband zu trailen wäre keine gute Idee, der Hund kann sich dabei beim losstürmen viel zu leicht verletzen und hat keine sichere Führung. Hier kann man sich verschiedene Modelle für seinen Hund und je nach Anforderung anzeigen lassen.

Schleppleinen

Dann braucht man eine Schleppleine. Die Vorgabe unserer Hundetrainerin Petra (Hund Mensch Uni) war lediglich die empfohlene Länge von 10m. Geeignete Schleppleinen liegen gut in der Hand und sind idealerweise gut zu reinigen und pflegen. Biothane-Leinen sind wohl die bekannteste Allwetter-Qualitätsleinen. Trioflex-Schleppleinen ähneln der Biothane extrem, sind dabei aber sehr viel günstiger. Beide gibt es in vielen Farben und unterschiedlichen Längen. Wurde sie versehentlich mal durch den Schlamm gezogen (passiert bei unseren Hunden aber eher selten), kann man beide bequem unter der Dusche abspülen.

Mein Favorit, leider auch die teuerste Variante, wäre die edle (und für meinen Geschmack gerne auch schmalere) Fettleder-Schleppleine. Sie liegt gut in der Hand, lässt sich hervorragend führen und gibt mir das Gefühl, meinen Hund durch das organische und weiche Material besser fühlen zu können. Sicher muss Leder gelegentlich hauchdünn mit Lederpflege gefettet werden und verlangt somit etwas mehr Aufmerksamkeit.

Leibliches Wohl

Es ist für Mensch und Hund wichtig, stets genug Getränke dabei zu haben – weil man beim Mantrailing und anderen Hundesportarten wirklich ins Schwitzen kommen kann. Außerdem benötigen die Hunde für ihren Trail eine möglichst gut angefeuchtete Nase – trinken vor der Nasenarbeit ist also hilfreich.

Wir haben grundsätzlich faltbare Silikon-Wasserschalen dabei. Diese gibt es in unterschiedlichen Farben und Größen. Für die Plattnasen darf es auch gerne die etwas breitere Version sein. 😉 Für uns Menschen, aber auch zum Nachfüllen haben wir ebenfalls faltbare Silikonflaschen ausgewählt. Der besondere Clou: die Schalen und Flaschen sind BPA-frei und verfügen über Karabiner-Haken, um sie auch mal am Gürtel mitzunehmen. Sind sie leer, sind sie klein! 😀

Unentbehrlich sind die passenden Leckerlie-Dosen für die „Jackpot“-Belohnung für die Suchhunde. Am Anfang haben wir 3 pro Hund gebraucht, aktuell nur noch 2. Hier haben wir einfach passende aus dem Haushalt ausgewählt, jede handliche Tupperdose ist geeignet, sofern man sie gut in die Tasche stecken kann und der Hund das Futter gut rausbekommt. Für unsere Plattnasen sind die flachen leeren Dosen von der Eszett-Schokolade genau richtig. Diesen Schoko-Brotbelag kriegt man aber leider nicht immer und überall und nur selten in den Sammlerdosen. Manche Hunde kommen auch gut zurecht mit diesen Futtertuben, die man zuhause gut z.B. mit einem Frischkäse-Leberwurt-Gemisch füllen kann.

Ach ja, und natürlich braucht man auch tolle Leckerlies für den Hund, denn damit endet jeder Trail. Bei uns sind das meist Käsestücke oder auch schon mal ein gekochtes Bio-Ei, ein Stück Banane, Erdbeeren oder oder auch mal dicke Scheiben von der Wurst von Fleischeslust. Unsere Hunde lieben alles! Andere Hunde finden auch schon mal Leberwurst oder Frischkäse in ihrer Dose – aber das ist mir persönlich zu schmierig mit meinen schlabbernden, kleinen Ferkeln. 😉

Mücken- und Zeckenschutz 

Ich hasse Mücken. Sie stechen mich gerne und ich kriege riesengroße Beulen davon. Deswegen beuge ich vor: Ich sprühe mich mit Anti-Mücken- und Zeckenspray von Autan ein, wenn wir im Wald oder Feuchtgebieten trailen. Unsere Hundetrainerin schwört auf Ballistol Stichfrei.

Meine Hunde kriegen zur Abschreckung von Zecken vorbeugend Zeck-Ex auf den Pelz. Das soll laut Hersteller auch gegen Mücken helfen. Bisher haben sie im Wald noch keine Zecken „eingesammelt“.

Wenn sie doch mal gestochen haben, hilft BiteAway gegen den Juckreiz und sorgt dafür, dass die Schwellung schnell abzieht. Außerdem habe ich so ein akustisches Mückenabschreckgerät aus dem Baumarkt dabei. (Wobei ich letzteres meist im Auto vergesse…)

Ihr seht, ich mag Mücken WIRKLICH nicht. 😀

Weiteres Zubehör

Weiteres praktisches Zubehör habe ich hier einmal als Liste zusammengestellt:

  • Mantrailing-Buch zum einlesen
  • Katzen-Glöckchen für das Geschirr, damit der Hund weiß, dass man jetzt zum Trailen fährt
  • Autofenster-Gitter, damit der Hund auch in der Wartezeit immer frische Luft im Auto hat
  • Mantrailing-Schilder, damit Passanten erkennen, dass man zum Training da ist (Eigenbau)
  • Gut absorbierende Handtücher, falls einen ein Regenschauer überrascht
  • Schrittzähler-App, damit mensch abends weiß, wie viel man gelaufen ist 😉
  • Tüten oder Kotbeutel, um eigene Duftträger (zuvor am Körper getragene Stoffteile) zu verpacken. Hundetrainer fragen, was aktuell für die anderen Hunde benötigt wird
  • Klamottenmäßig am besten ein bequemer, wetterbeständiger Zwiebellook
  • Wetterfeste Stiefel
  • Taschentücher, falls dich als gefundenes „Opfer“ ein glücklicher Hund doch mal abschlabbert
  • Einen Navi, um die wechselnden Treffpunkte zu finden

Last but not least: wenn die Vierbeiner, wie bei uns, einzeln trainieren, braucht ihr

  • ein Auto, denn ihr müsst mobil sein und die Tiere müssen, während man die Hunde der anderen Halter trailt, im Auto warten.

PS: Hier findet ihr den tollen Hundegeschirr-Rechner von Hundeshop. Probiert ihn mal aus, ich finde ihn super für den ersten Überblick!

 

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