Der Liebe ist…-Pfad im Bayerischen Wald

Kennt Ihr die wunderbaren Spaziermöglichkeiten im Bayerischen Wald? Vielleicht sogar den Liebe ist…-Pfad? Unser Partner Josef Schegerer vom Hotel & SPA Reibener-Hof beschreibt uns im Folgenden eine seiner Lieblingsstrecken.

„Hunde brauchen Auslauf, Menschen auch; bei Menschen nennt man es dann Wandern oder Spazieren gehen, gemeint ist allerdings ziemlich das gleiche. Jedenfalls tut uns Bewegung an der frischen Luft gut für unsere körperliche und geistige Gesundheit und macht Mensch und Hund zufrieden; und dass Kira zufrieden ist, ist mir natürlich sehr wichtig.

Meine 4 jährige Golden Retriever Hündin Kira ist ein absolut ausgeglichener, menschenliebender Hund, dessen größte Freude es ist, Gassi zu gehen und (egal bei welchem Wetter) die Natur zu entdecken. Ob – 15 Grad Celsius im Winter oder 30 Grad Celsius im Sommer; Kira liebt „ihre“ Spazierwege rund um den Reibener-Hof, nähe Konzell im Bayerischen Wald, wo sie auch zuhause ist, heiß und innig. Jede noch so unscheinbare Kleinigkeit, die sich von einem Tag auf den anderen verändert hat, (und sei es nur ein Ast, der heute weiter in ihren Weg hängt als gestern) wird genauestens untersucht und manchmal auch lautstark angebellt.
Einer ihrer Lieblingswege ist der sogenannte „Liebe ist…“ Rundweg, der beim Wellnesshotel Bayerischer Wald den Reibener-Hof beginnt und auf dem man ca. 45 Minuten, begleitet von herzigen Schildern mit Botschaften über Liebe, entspannt auf Wald- und Feldwegen spazieren kann. Die ersten 300 m vom Hotel aus führen an dem hauseigenen Backofen, in dem noch regelmäßig in Handarbeit Bauernbrot gebacken wird, vorbei bis zum kreuzenden Donau-Regen-Radwanderweg, auf dem man weitere 300 m ungefähr wandert, bevor eine Abbiegung, gekennzeichnet mit einem „Liebe ist…“-Schild links in den Wald hineinführt. Am Waldrand, oberhalb des Donau-Regen-Radwanderweges, marschiert man in Richtung Wies, der Weg führt aber schon bald linker Hand kurzzeitig in den Wald hinein und weg vom Radwanderweg. Kleine Rinnsale laufen dort entlang, so dass sich Kira auch bei heißem Sommerwetter immer wieder kurz abkühlen kann bzw. ihren Durst löschen kann.
Auf dem Feld- bzw. Waldrandweg gibt es viel für Kira zu erschnuppern, so dass man immer wieder kurz stehen bleiben muss. Dabei kann man selbst kurz innehalten und die herrliche Natur genießen. Am Rand des kleinen Örtchens Untergschwandt (gehört bereits zur Nachbargemeinde Rattenberg) biegt man scharf links ab und nun geht es ein Stück bergauf durch den Wald, der dann von weiten Felder links und rechts abgelöst wird. Noch ein wenig, nicht mehr steil aufwärts, dann kann man den Blick rundherum schweifen lassen über Wiesen, Felder, Wald; zur rechten Seite erblickt man das kleine Dorf Kasparzell (Gemeinde Konzell); dreht man sich um, kann man bis zum Hohenbogen und zum Arber schauen. Während man die Landschaft und die Ruhe dieses abgeschiedenen Plätzchens genießt, findet Kira ihre helle Freude daran, Löcher zu graben und zwischen den Pappeln der Pappelplantage hin und her zu toben.
Nicht zu vergessen ist ihre Lieblingsbeschäftigung: als typischer Apportierhund trägt sie meistens während des Spaziergangs einen Tannenzapfen mit, der (je nach Belieben) unzählige Mal geworfen werden soll und den sie mit Hingabe wieder bringt. In dieser Beziehung ist sie sehr ausdauernd und dank ihrer guten Nase findet sie auch schon verschwunden geglaubte Zapfen immer wieder. Neben der Pappelplantage befindet sich auch das Schwalbennest, ein Retro-Mini-Wohnwagen, der für Gäste des Hotels, die die Pauschale „Liebe ist…“ gebucht haben, bei ihrer Wanderung als romantischer Einkehrort dient.

Wir lassen dieses links liegen und begeben uns auf den Endspurt, dem Feldweg entlang bis zum Waldrand; dort lädt uns eine Holzbank nochmals kurz zum Verweilen ein; dann links den Hügel hinab auf einem schmalen geteerten Weg und scharf rechts ein Stück durch den Wald, an dessen Ende das Hotel sichtbar ist. Das Waldstück durchquert Kira meist in hohem Tempo, so dass die Äste und das Laub geradezu durcheinander gewirbelt wird. Hier am Schluss befindet sich ein sonniges Plätzchen mit Bank mit Blick auf den vorher schon genannten Holzbackofen und auf, ein Stückchen entfernt, die hoteleigene Kapelle, die Marta und Maria als Patroninnen der Wirte geweiht ist. Im Jahr 2008 wurde sie gebaut; als Dank der Familie Schegerer für bis dahin gelungene und unfallfreie Bauten im und um das Hotel. In der Kapelle findet man die letzten Gedenken an verstorbene Familienmitglieder und Mitarbeiter des Hotels. Sich auf eine der beiden Bänke im Innern zu begeben und ein Gebet (oder zwei) zu sprechen, tut auch den Besuchern gut und so ist die Kapelle ein gern genutzter Ort für ein paar stille Minuten.

Ja, und da sind wir nun wieder zurück von unserem Rundgang; und sowohl Kira als auch ich sind nun wieder zufrieden. Aber nicht lange, denn nach kurzer Verschnaufpause wartet Kira schon auf den nächsten Gassigang!“

 

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